EGPA-Konferenz 2014 - Berlin

BUNDESMINISTER DES INNERN






GRUSSWORT



Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 7. EGPA-Konferenz,

 

Deutschland ist ein tolerantes und weltoffenes Land mit einer Gesellschaft, die

nicht akzeptiert oder duldet, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Identität benachteiligt oder gar herabgewürdigt werden.

Trotzdem begegnen Homosexuelle noch immer Vorbehalten, Alltags-diskriminierungen, manchmal sogar offenen Anfeindungen. Häufig sind sie die Folge von Unkenntnis und Unsicherheit. Jeder einzelne und die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite sind aufgefordert, diesen Missständen entschieden entgegenzutreten. Diskriminierung von Menschen - gleichgültig aus welchen Gründen - ist unvereinbar

mit einer Gesellschaft, wie wir sie leben wollen.

Gerade auch die Politik und wo nötig auch die Polizei und Justiz sind hier in einer besonderen Verantwortung.

Aber auch die Homosexuellen selbst, die einzeln und organisiert ihre selbstverständliche Gleichbehandlung einfordern. Noch immer ist dies für den Einzelnen oft schwer. Ich habe großen Respekt für alle, die trotz ihrer Sorgen und Ängste den Mut hierzu aufbringen. Auch um ihnen zu helfen ist es wichtig, dass sich gesellschaftliche Interessenvertretungen wie Ihr Verband für die Rechte von Homosexuellen in allen Bereichen der Gesellschaft einsetzen.

 

Das gilt gerade auch für die Polizei. Von ihr erwarten die Bürgerinnen und Bürger

zu Recht besonders ein aufgeschlossenes Verhalten und die Verteidigung von

Minderheitenrechten.

 

Ihr Verband trägt daher dazu bei und dokumentiert zugleich, dass auch die Polizei

ihren Beitrag leistet, Homosexuellen vor Diskriminierung wegen ihrer sexuellen

Orientierung zu schützen.

 

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und wünsche der 7. EGPA-Konferenz einen

erfolgreichen Verlauf.

 



Dr. Thomas de Maiziere, MdB

Bundesminister des Innern





WELCOMING SPEECH

 

Dear participants of the 7th EGPA Conference,

 

Germany is an open-minded and cosmopolitan nation with a society that neither accepts nor tolerates people being debased or disadvantaged on account of their sexual identity.

 

Even so, homosexuals still encounter people’s reservations, discrimination and even hostility. Very often these injustices are the result of ignorance and insecurity. Each one of us and the whole of society are requested to decidedly counteract them. Discrimination against people – no matter what the reason is – is incompatible with the society in which we would like to live. The onus here is on politicians in particular and the police and legal authorities where necessary.  And also on the homosexuals themselves who individually and collaboratively demand the obvious - equal treatment. It is still difficult for some. I have great respect for those who, in spite of their fears and worries, summon up the courage to do so. In order to help them it is important for social interest groups such as your association to espouse the rights of homosexuals in all sectors of society.

 

This applies especially to the police. Citizens quite rightly expect the police to be particularly approachable and protective of minority rights.

 

Thus your association both makes a huge difference and demonstrates that the police play a major role in protecting homosexuals from discrimination on account of their sexual orientation.

 

I would like to thank you for your dedication and commitment and wish the 7th EGPA conference every success.

 



Dr. Thomas de Maizière, MdB (Member of the Bundestag / German Federal Parliament)

Minister of the Interior